Mecklenburg-Vorpommern: CDU weiter klar auf Kurs

Wenig überraschend, aber natürlich hochverdient, verpasst die CDU den Einzug in den Schweriner Landtag. Ob das von ihrem Spitzenkandidaten als höchst innovative Wahlkampfstrategie angebotene Fischbrötchen dabei eine Rolle gespielt hat oder nicht, ist jedoch eine bestenfalls akademische Frage. Denn der eigentliche Grund für den Niedergang der Christdemokraten (oder, wie sie in Kreisen der politischen Beobachter liebevoll genannt werden, „linksgrünen Steigbügelhalter“) sitzt in Berlin.

In personam ihres großen Vorsitzenden mit seinem untrüglichen politischen Instinkt. Man muss sich das klarmachen: Jeder einzelne Wahlkampfauftritt von Merz in Mecklenburg-Vorpommern hat die Landespartei etwa einen halben Prozentpunkt gekostet. Gut für seine Partei, dass er nicht zehn weitere absolviert hat.

Andererseits: Wieviel Schaden für Deutschland er in der gesparten Zeit angerichtet hat, werden wir wohl nie genau beziffern können. Der Blick auf Strom-, Heiz- oder Tankrechnung aber gibt zumindest deutliche Hinweise.

Doch wäre es ungerecht, Merz allein für die Auflösung der ehemaligen Volkspartei und ihrer besonnenen, vernünftigen und pragmatischen Politik, die heute nur noch von der WerteUnion vertreten wird, verantwortlich zu machen. Es war Angela Merkel, die aus hochanständigen Konservativen das gemacht hat, was man in diesen Tagen nur noch unter Inkaufnahme strafrechtlicher Verfolgung benennen darf. Merz gebührt lediglich der Verdienst, das Schiff tapfer auf Kurs gehalten zu haben.

Die WerteUnion gratuliert dem Kapitän und seiner famosen Führungsriege und bietet gleichzeitig allen anderen, die weniger Lust auf Teilnahme am unvermeidbaren Untergang einer ehemals ehrbaren Partei haben, ein zuverlässiges Rettungsboot. Eins von der Sorte, das nicht aus leeren Versprechen, sondern echten Werten gebaut wurde.

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