Einsicht in die Zeitenwende

KI und Social-Media 

Viele Menschen vertrauen blind in die Antworten der KI. Dass dies zu fatalen Fehleinschätzungen führen kann, zeigt nun eine Studie der EBU.

Auch der Wirtschaftswissenschaftler Peter Posch von der Technischen Universität Dortmund warnt vor einem naivem Umgang mit der KI. 45% der KI-Antworten seien nach dieser jüngsten EBU-Studie fehlerhaft. Da die KI darauf programmiert ist, immer und auf alle Fragen Antworten zu generieren, erfindet sie welche, wenn sie keine konkreten Informationen hat.

Um Quellen und Antworten der KI prüfen zu können, schlägt Posch vor, die KI nur zu Fachgebieten zu befragen, in denen man selbst Kompetenzen besitzt. Mit Blick auf unsere Schulen empfiehlt er, Lehrer dazu zu befähigen, den kritischen Umgang mit der KI zu lernen und früh zu lehren (vgl. Artikel Tagesschau bzw. Artikel MB).

Dieser Anregung lässt sich durchaus als Auftrag an die Bildungsministerien verstehen. Dabei plädiert Posch jedoch nicht für Verbote, sondern für einen kompetenten Umgang mit der KI, da man die Zeit neu etablierter Technologien eben nicht zurückdrehen kann.

Anders denkt aktuell die CDU, die völlig realitätsfremd ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige fordert (vgl. Artikel WELT). Dass solche Verbote ohnehin nicht realisierbar sind, zeigt Australien, wo ein solches Verbot kürzlich eingeführt wurde und bereits zwei Monate später klar war, dass es sich nicht durchsetzen lässt (vgl. Artikel Tagesspiegel).

Egal ob die KI, ob Social-Media oder der nächste technologische Schritt: Wir können ihn nicht verhindern, nur konstruktiv frühzeitig begleiten.

Auch deshalb ist es von größter Wichtigkeit, dass unsere Bildungssysteme und die Politik von Menschen getragen werden, die mit der Geschwindigkeit, der sich ändernden Lebensrealität schritt halten können. Unsere Republik braucht daher dringend die Ablösung der Betonköpfe in der Politik, Wirtschaft und Bildung.

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